Christoph Burghardt PC-Instandsetzung

Suchmaschinen-Optimierung
Für Webentwickler
Die Anzahl an Dokumenten im Index wächst stetig in beträchtlichem Aus-
maß, jedoch nicht die Fähigkeit des Benutzers, dies auch anzuschauen.
Das Ziel des Suchens ist es, qualitativ hochwertige Suchergebnisse
effizient anzubieten.
Sergey Brin, Lawrence Page (Erfinder von Google)
Meta-Tags
Meta-Tags sind im Browser nicht sichtbar. Diese Tags beschreiben den
Inhalt des Dokuments. Suchmaschinen beschreiben anhand der Meta-Tags
die Webseite. Auf das Ranking habe sie aber keinen großen Einfluss.
Webcrawlern kann angewiesen werden, diese Seite nicht zu indexieren.
Meta-Tag Description
Für jede einzelne Seite wird eine kurze Zusammenfassung angeboten.
Die optimale Länge der Beschreibung beträgt 20 bis 30 Wörter. Google
zeigt als Beschreibungstext auch Snipplets an. Dies ist Text, der zu
einem
bestimmten Stichwort in der Webseite gefunden wird.
Meta-Tag Keyword
Damit sollen Stichwörter an Suchmaschinen übermittelt werden. Viele
Autoren benutzen falsche Stichwörter und übertreiben in ihrer Anzahl.
!0 Stichwörter pro Seite reichen aus. Weniger ist hierbei mehr.
Meta-Tag Robots
Soll die Website indexiert werden wird dieser Meta-Tag nicht benötigt.
Ansonsten: <meta name="robots" content ="noindex, nofollow">
Steht noarchive in diesem Tag, wird die Website nicht in den Zwischen-
speicher aufgenommen (Cache).
Meta-Tag Language
Hat auf das Ranking keinen Einfluss.
Meta-Tag Revisit-After
Damit soll der Crawler der Suchmaschine angewiesen werden, wann der
Webauftritt wieder durchsucht werden soll.
<meta name="revisit-after" content="10 days">
Daran wird sich wohl kein Suchmaschinenbetreiber halten.
Meta-Tag Expires
Zeigt an ab wann eine Seite nicht mehr in den Ergebnislisten angezeigt
werden soll.
Meta-Tag Content-Typ
hier hat folgendes zu stehen:
<meta http-equiv="content-type" content="text/html ; charset =iso-8859 -
1
">
Pagerank-Formel
Pagerank = (1-d) + d(Pagerank der Seite von der der Link kommt)
Anzahl aller Links der Seite, von der der Link kommt
d ist der Dämpfungsfaktor
Dieser Faktor liegt zwischen 0 und 1. Es soll verhindern, dass der
Pagerank
eins zu eins weitergegeben wird.
Der Pagerank der einzelnen eingehenden Links addiert sich.
Beispiel:
Jede Seite erhält zum Start den Wert 1 als Pagerank.
d = 0,85

Berechnung für B:
Pagerank der Seite A war ja zum Start 1
d = 0,85
Anzahl der ausgehenden Links von A = 2
Pagerank B = (1-0,85)+0,85*(Pagerank A/2)
Pagerank B = 0,575
Pagerank C = (1-0,85)+0,85*(PagerankA/2+PagerankB/1+PagerankD/1)
Pagerank C = (1-0,85)+0,85*(1/2+0,575+1)
Pagerank C = 1,914
Pagerank D = (1-0,85)+0,85*0 (kein eingehender Link)
Pagerank D = 0,150
Zweite Iteration (Wiederholung)
Pagerank A = (1-0,85)+0,85*(1,914/1)
Pagerank A = 1,777
Pagerank B = (1-0,85)+0,85*(1,777/2)
Pagerank B = 0,905
Pagerank C = (1-0,85)+0,85*(1,777/2+0,905/1+0,15/1)
Pagerank C = 1,802
Pagerank D = (1-0,85)+0,85*0 (kein eingehender Link)
Pagerank D = 0,150
Man sollte nun 20 Wiederholungen durchrechnen um zu einem Endergebnis
zu erlangen.
Was ist nun die Schlussfolgerung aus beiden?
Meta-Tags müssen sein, um die Beschreibung der Site durch die
Suchmaschine zu ermöglichen.
Pagerankberechnungen sind nur für Google-Optimierungen
interessant.
Es sollte versucht werden, eingehende Links von Seiten mit einem hohen
Pagerank zu erhalten (z.B. aus Webkatalogen). Mit ausgehenden Links
zu anderen Internetauftritten sollte man sehr sparsam sein.
Ich biete noch eine zweite Lösung an. Besitzt man z.B. 4 Sits bei 4
unter-
schiedlichen Providern, so wählt man sich 2 Sits, die sehr gut gelistet
werden sollen.
Diese beiden Sits bekommen von den schlechter gelisteten Auftritten
etwas mehr eingehende Links (bitte nicht übertreiben in der Anzahl).
2 zu 4 zwischen zwei Sits ist ein gutes Verhältnis (2 ausgehende Links;
4
eingehende Links).
Dinovo Edge: Design-Tastatur von Logitech
In einem außergewöhnlichen Design präsentiert sich die Tastatur Dinovo
Edge von Logitech. Das Arbeitsgerät ist äußerst flach, bietet eine
Hintergrundbeleuchtung sowie ein Touchpad als Maus-Ersatz.
An Freunde des puristischen, kühlen Designs richtet sich die Dinovo Edge
von Logitech . Die Tastatur ist gerade mal 19 Millimeter hoch und
besteht
aus halb lichtdurchlässigem, schwarzem Plexiglas, der Rahmen aus
gebürstetem Aluminium. Ins Auge sticht die Hintergrundbeleuchtung
(Orange), die nicht dauerhaft eingeschaltet ist und Symbole wie etwa die
Zweitbelegung der F-Tasten nur so lange anzeigt, wie die Funktionstaste
gedrückt wird.
Des Weiteren verfügt die Dinovo Edge über eine berührungssensitive
"Touchdisc",
über die der Anwender scrollen und navigieren kann. Darüber
befindet
sich ein ebenfalls berührungssensitiver Regler, über den die
Lautstärke
eingestellt werden kann. Drei Zoom-Tasten sollen bei der
Bearbeitung
digitaler Bilder helfen und eine "Zeigertaste" soll beidhändige
Navigation ermöglichen.
Bei der Tastatur kommt das so genannte "Perfectstroke"-Tastendesign zum
Einsatz, durch das sich jeder Tastendruck leicht und präzise ausführen
lassen soll. Wir hatten bereits Gelegenheit, uns die Tastatur zumindest
etwas
näher anzusehen. Dabei erschien uns der Druckpunkt ein wenig
gewöhnungsbedürftig und ähnelte stark Notebook-Tastaturen.
Die Dinovo Edge wird per Bluetooth an den PC angeschlossen, für Rechner
ohne integrierte Bluetooth-Unterstützung wird ein USB-Adapter
mitgeliefert.
Der Akku der Tastatur soll innerhalb von zwei Stunden
aufgeladen sein, eine
Ladung reicht dabei laut Logitech für bis zu zwei
Monate.
Sie sollten allerdings sicherstellen, dass die Tastatur immer aufgeladen
ist,
wenn Sie arbeiten wollen, denn um das Gerät zu laden, muss es
senkrecht in
die Ladestation gesteckt werden. Während dieser Zeit kann
damit also nicht
gearbeitet werden. Darüber hinaus fehlt der bei
herkömmlichen Tastaturen
lieb gewonnene Ziffernblock komplett. Wer
diesen nie nutzt, wird ihn auch
nicht vermissen, aber Anwender, die
häufig mit Tabellenkalkulationen
arbeiten, dürfte der Verlust schon
treffen.
Die Tastatur soll ab November im Handel erhältlich sein. Kostenpunkt:
199 Euro.
km-elektronik 159,99 Euro 30.10.2006
hw-elektronik 153,90 Euro 10.02.2007
hw-elektronik 148,90 Euro 25.02.2007
hw-elektronik 146,90 Euro 19.05.2007
hw-elektronik 144,90 Euro 06.09.2007
hw-elektronik 149,90 Euro 25.12.2007
hw-elektronik 146,90 Euro 10.03.2008
Das Geschäft mit Suchmaschinen
Es ist ein Multimilliarden-Spiel, das Geschäft mit den Suchmaschinen. Es
soll sogar Segmente mit Wachstumsraten von 2000 Prozent geben. Denn nur
wer auffindbar ist, und das möglichst zuerst, wird Ware und
Informationen los. Die Platzierungssucht schwingt sich zur Wissenschaft
auf und Suchalgorithmen zur "Zauberei". Trotzdem: Die dummen
Suchmaschinen finden längst nicht alles. Für den neusten Hype sorgt die
lokale Suche und Spam für Probleme.
Ein Viertel aller US-Suchanfragen im Internet weisen derzeit einen
lokalen Bezug auf, im vergangenen Jahr waren es noch um die 20 Prozent.
Dahinter versteckte sich ein Marktvolumen von 162 Millionen Dollar. Im
Jahr 2009 soll mit der lokalen Suche ein Wert von 3,4 Milliarden Dollar
verbunden sein. Das entspräche einem Marktwachstum von 2000 Prozent.
Die Zahlen kommen aus Amerika, von der Kelsey Group, Marktbeobachter in
Sachen Gelbe Seiten. Hanns Kronenberg, Leiter Business Development und
Controlling beim Portal muenchen.de, rechnet sie hoch für den deutschen
Markt. 2004 generierte die lokal motivierte Suche in Netz hierzulande
einen Umsatz von 14 Millionen Euro. Vorausgesetzt die hiesige
Steigerungskurve gerät US-ähnlich, wäre dieser Markt in vier Jahren rund
289 Millionen Euro schwer.
Der Link zum offline-Geld
Solche Verheißungen rufen Goldgräber auf den Plan. In den USA bieten die
Internet-Giganten Google und Yahoo schon seit einem Jahr die
Möglichkeit, Suchergebnisse durch Eingabe von Postleitzahlen
einzugrenzen. Hierzulande ist Yahoo eine Kooperation mit 'Das Örtliche'
eingegangen. Neben den üblichen Ergebnissen einer Anfrage listet die
Suchmaschine nun auch die aus dem Telefonbuch bekannten Einträge in
alphabetischer Reihenfolge auf. Beim Anklicken eines Links biegt der
Suchende auf die DeTeMedien-Seite ab, die für jeden Eintrag unter
anderem einen interaktiven Stadtplan und eine Umgebungssuche bereithält.
Um im Web zu erscheinen, benötigt somit weder Arzt, Bäcker, noch Friseur
einen eigenen Web-Auftritt.
Doch in den Markt wollen auch andere rein. Auf der
Jupitermedia-Veranstaltung 'Search Engine Startegies 2005' in München
meldeten etwa MSN Search Ansprüche an oder auch Firmen wie Allesklar.com
AG. Ihr Vorstandsvorsitzender und Herr über dem Portal meinestadt.de,
Manfred Stegger, geht dennoch davon aus, dass die Entwicklung im Bereich
'Lokale Suche' viel langsamer vonstatten gehen wird, als die Giganten
der Branche erwarten. Für die lokale Suche gebe es nun einmal bereits
das Telefonbuch, die Gelben Seiten, die Lokalzeitung und längst nicht
jeder sei online. Dazu eine Zahl: Heute geht rund die Hälfte der
gesamten Werbeausgaben an lokalen Medien.
Um die Gewerbetreibenden zu ködern braucht es einen Nachweis, wer
letztendlich per Web zu ihnen gelangt. Da wäre ein Modell 'Pay per Call',
recht reizvoll, propagiert Wolfhart Fröhlich, Country Manager der
Espotting Media GmbH, die schon ein Pay-per-Click-Modell entwickelt hat.
Die Geschäftsleute mit Werbeeintrag für das Internet erhalten eine
Telefonnummer, über die der Interessent kostenfrei anrufen kann. Je nach
Geschäftsart, Nutzerfrequenz und Wert eines Telefonats zahlt der
Gewerbetreibende eine Gebühr an den Pay-per-Call-Anbieter.
Die Bedeutung der Suchmaschinen wächst
Von einer solch direkten Geschäftsanbahnung, wie sie mit
Suche-Finden-Anrufen gedacht ist, dürfte so manch ein
Internet-Geschäftsmann träumen. Tatsächlich jedoch zieht sich die
Online-Evaluierung vor einer Kaufentscheidung erheblich in die Länge. So
gehörte zu den Ergebnissen der Studie 'Serach Before the Purchase', die
vom Online-Werbeexperten DoubleClick initiiert wurde, dass Kunden eines
Online-Shops bis zu 12 Wochen benötigten, um sich für eine Reise oder
Ware zu entscheiden.
Eine wesentliche Rolle für die Entscheidungsfindung spielt dabei die
Suche über Suchmaschinen; denn die Hälfte aller Kunden begannen ihre
Suche damit und zwar mit einem allgemeinen Suchbegriff. Nur eine
verschwindende Minderheit stieg bei der Suche direkt mit einem
Markennamen ein. Außerdem setzte die Online-Aktivität häufig bereits
zwei Wochen vor einem Kauf aus.
Das könnte die Bedeutung von Suchmaschinen herabsetzen. Hanns Kronenberg
vom Portal muenchen.de liefert deutlichere Zahlen. Im März 2005 sind 54
Prozent der Besucher zu dem Münchner Internet-Auftritt über eine
Suchmaschine gelangt. Dabei lässt Google übrigens mit über 90 Prozent
die Konkurrenz weit abgeschlagen hinter sich: 2 Prozent entfielen auf
MSN Search, 1,9 Prozent auf AOL, 1,8 Prozent auf Yahoo und 1,3 Prozent
auf T-Online.
Die Optimierer kommen
Vor einem Jahr, im März 2004, kamen nur etwa 44 Prozent per
Suchmaschinen-Link auf die Website muenchen.de. Die noch vergleichsweise
harmlos erscheinende Steigerungsrate von 10 Prozent brachte der Site
erheblich mehr Visits, Besuche. Zählte Kronenberg im Vorjahr noch
358.000, sind es in diesem März 650.000 gewesen. Das entspricht einer
Zunahme von 82 Prozent.
Zwischen den Werten liegt eine Phase der Website-Optimierung für
Suchmaschinen. An diesem Punkt scheint geheimes Insiderwissen auf die
Magie und unverständlichen Tuns von Software-Agenten, Suchrobotern und
allerlei Krabbeltieren im Web zu stoßen. Auf der
Jupitermedia-Veranstaltung jedenfalls wimmelte es nur so vor
Suchmaschinen-Marketiers, selbsternannten Schlüsselwortexperten und
verwegenen Statistikern, die allesamt die besten Platzierungen in
Suchergebnissen versprechen.
Sie alle eint die durch Abhängigkeit hervorgerufene neiderfüllte
Ehrfurcht vor dem Marktführer Google. 300 Besucher zählte der
Veranstalter, was den Event bei den viel reisenden Experten "gemütlich"
erscheinen ließ. In den USA kommen zu solchen Tagungen mehrere Tausend.
Hierzulande kennt man sich und lässt kein gutes Haar am Wettbewerber.
Das lässt darauf schließen, dass die Zahl der gläubigen Kunden noch
relativ klein ist.
Vor 25 Jahren begann die Ära des Personal Computers
Ein für jeden erschwinglicher Computer in jedem Haushalt und auf jedem
Schreibtisch - das war noch vor zweieinhalb Jahrzehnten eine Vision, die
nur wenige geteilt haben.
Selbst Experten aus der Technologie-Branche gaben damals den kleinen
grauen Kisten, die wenige Jahre später die Haushalte im Sturm eroberten,
keine Chance und erklärten eine solche Idee als lächerlich. Für so etwas
sei die Nachfrage in der Bevölkerung ohnehin viel zu gering, ergaben
auch von großen Industrieunternehmen in Auftrag gegebene Studien. Doch
am 12. August 1981 sollte sich mit dem IBM 5150, dem ersten Personal
Computer des großen Technologie-Giganten, diese Ansicht als
Fehleinschätzung herausstellen.
Es gab schon einige Vorläufer in den 70er Jahren, etwa den von den
Apple-Gründern Steve Jobs und Steve Wosniak entwickelten Apple II, doch
erst IBMs Erfindung hat den Grundstein für den weltweiten Siegeszug des
Personal Computers gelegt. Noch wenige Jahre zuvor füllten vergleichbar
leistungsfähige Maschinen ganze Lagerräume und benötigten rund 60
Techniker für Betrieb und Wartung.
Bis zum August 1981 kosteten Computer von IBM nicht selten bis zu neun
Millionen Dollar und benötigten ausgeklügelte Belüftungssysteme. Der IBM
5150 kam dagegen als kleine graue Kiste für nicht viel mehr als 1500
Dollar auf den Markt und machte den Computer mit einem Schlag zu einem
Gebrauchsgegenstand für jeden Haushalt. Im Jahr 2005 waren nach Angaben
des Branchenverbands BITKOM weltweit fast 880 Millionen PCs in Gebrauch.
Innerhalb von nur einem Jahr hatte das Team um den IBM-Manager Bill Lowe
den IBM 5150 auch gegen die Skeptiker im eigenen Haus zur Marktreife
gebracht und damit sogar gestandene Branchenkenner überrascht. Einem der
größten IT-Unternehmen der Welt hatte man eine solche Flexibilität nicht
zugetraut. Der IT-Dienstleister zitiert in seinem Rückblick selbst einen
Analysten, der der Meinung war, dass ein Personal Computer von IBM sei,
als wolle man einem Elefanten das Tanzen beibringen.
Die International Business Machines Corp. galt als konservativer
Technologie-Bolide, deren immer adrett gekleidete Mitarbeiter große
Rechenanlagen für große Unternehmen vertrieben. "IBM ist wie die
Schweiz" urteilt auch der ehemalige IBM-Manager Sam Albert:
"Konservativ, ein bisschen schwerfällig, aber dennoch erfolgreich." Doch
einen solchen Erfolg hatten sich selbst die Optimisten unter ihnen nicht
vorgestellt. Innerhalb von drei Jahren wollte Big Blue eine halbe
Million Computer absetzen - verkauft wurde mit zwei Millionen Stück das
Vierfache.
Das System des IBM 5150 wurde angetrieben von einem 8088er Prozessor von
Intel und hatte die Größe einer Reiseschreibmaschine. Während heute die
Leistung von Microprozessoren in Gigahertz gemessen werden, kam der
8088er auf eine Taktrate von 4,77 Megahertz. Wahlweise konnte der
Rechner mit einem Arbeitsspeicher von 16 oder 64 Kilobyte ausgeliefert
werden - heute läuft auf viel weniger als 512 Megabyte nicht einmal das
Betriebssystem Windows XP. Bis zu zwei Diskettenlaufwerke, ein
Farbmonitor, ein Drucker und zusätzliche Software etwa für die
Textverarbeitung gehörten zur optionalen Ausstattung.
Den Durchbruch verschaffte dem IBM-PC nach Einschätzung von Lowe vor
allem seine offene Architektur. Die Rechner waren durch Steckkarten
aufrüstbar und konnten sich wachsenden Anforderungen anpassen. Und
anders als bei ihren großen Rechenanlagen gab IBM Service und Vertrieb
wie auch die Software-Entwicklung in fremde Hände. Bill Gates und dessen
kleine Firma Microsoft wurde 1980 unter Vertrag genommen und legte mit
seinem ersten Betriebssystem den Grundstein für eine bis heute
beispiellose Geschäftskarriere. Die Lizenzverträge mit dem großen
Technologie-Riesen machten die kleine Softwarefirma zwar nicht reich,
ließen ihr aber die Freiheit, ihr Betriebssystem anderweitig zu
lizenzieren.
Was den überwältigenden Erfolg des IBM-PCs anheizte, führte aber
gleichzeitig dazu, dass IBM in der Geschichte des Personal Computers
nicht zu den großen Gewinnern zählt. Microsoft lizenzierte seine
Software an andere Hardwarehersteller, die in kürzester Zeit ihre
eigenen so genannten IBM-Klons oder IBM-kompatiblen PCs auf den Markt
warfen. Mit einem zunächst überwältigenden Marktanteil entwickelte sich
der Pionier innerhalb weniger Jahre zu einem Anbieter unter vielen.
IBM habe den größten Unternehmens-Fehler auf Erden begangen, schätzt
Larry Ellison, Gründer der Software-Schmiede Oracle. IBM sei der erste
Hersteller dieser Technologie gewesen, sagt Ellison. Es sei erstaunlich,
dass sie im Grunde jeweils ein Drittel ihres Geschäfts an Intel und
Microsoft abgetreten hätten. "Ich glaube, nicht viele von uns haben die
Chance, einen 100-Milliarden-Dollar Fehler zu machen". IBM hat sich
inzwischen von einem Hardware-Hersteller zu einem IT-Dienstleister
gewandelt. Nach Milliarden-Verlusten verkaufte der Konzern schließlich
seine verbliebene PC-Sparte im vergangenen Jahr an den chinesischen
Hersteller Lenovo.
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